Dokumentarfilm

Hippie Masala

Ein Film von Ulrich Grossenbacher & Damaris Lüthi

Inhalt/Synopsis

Und sie kiffen noch immer: Alt-Hippies in ihrem Lieblingsbiotop Indien.

Ab Mitte der 60er Jahre zogen tausende Blumenkinder aus aller Welt auf der Suche nach Erleuchtung nach Asien. Es waren so viele, dass indische Bauern hinter der Wanderbewegung eine grosse Dürre im Westen vermuteten. Die heiligen Männer Indiens erkannten darin treffender die Suche nach Spiritualität.

Die meisten Aussteiger reisten nach Monaten oder Jahren wieder in ihre Heimat zurück. Doch einige blieben. Für die Einheimischen werden die Hippies wohl immer Fremde bleiben. Schräge Vögel mit ewig glühendem Chillum.

HIPPIE MASALA zeigt ins Alter gekommene Blumenkinder, die auf der Flucht vor der westlichen Zivilisation in Indien ein neues Zuhause gefunden haben.

 

Ein Trip zu den Wurzeln der Gelassenheit.

Pressestimmen

 "A film about the fine line between happiness and suffering."

DOCAVIV, Dokumentar-Filmfestival Tel Aviv

 

Migration hat viele Facetten - klug, humorvoll, eine Erleuchtung!

Berliner Zeitung

 

Ein eindrucksvolles Denkmal in grossartiger, ewiger Landschaft!

Kölner Stadt-Anzeiger

 

Traue keinem unter sechzig!

Frankfurter Rundschau

Auszeichnungen

Berner Filmpreis 2006

Nomination Bester Dokumentarfilm Schweizer Filmpreis 2007

Festivals

Solothurner Filmtage 2006

Contact, Kiew 2006,  International Competition 

DocFest München, 2006

Festival internazionale del film Locarno, 2006 

World Film Festival of Bangkok, 2006 

DOCNZ, Neuseeland, 2006

Die 30. Duisburger Filmwochen, 2006 International Competition

Internationales Leipziger Festival für Dokumentarfilm Leipzig, 2006

Tel-Aviv International Documentary Film Festival, 2007

Dokumentar-Filmwoche Hamburg, 2007

Woodstock Film Festival, 2007

IDFF Flahertiana, 2007

ASTRA FILM SIBIU, 2007

Miami International Film Festival, 2008, International Competition

Internationales Filmfestival of India, 2008

Dialektus European Documentary Film Festival Budapest, 2009, International Competition


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Facts

Produktionsjahr: 2006

Dauer: 93 min

Suisa-Nr. 1005.806 


Releases

Deutschschweiz

12.10.2006 

Suisse Romande

16.05.2007



Hintergrund

Was ist von der 68er Revolution und der Massenwanderschaft nach Indien geblieben? Die meisten Blumenkinder sind spätestens in den siebziger Jahren von ihrer Suche nach Spiritualität in den Westen zurückgekehrt; nur wenige haben sich wirklich dauerhaft in dem fremden Land niedergelassen. Ulrich Grossenbacher (Regie/Kamera) und die Ethnologin Damaris Lüthi (Buch/Co- Regie) stellen in ihrem Dokumentarfilm eine gelungene Mischung von solchen gealterten Hippies vor - die so zu einem kuriosen Masala angerichtet sind. Ein gemeinsames Merkmal sind die riesigen qualmenden Joints, wahre «Hasch-Brummer».

 

Die Lebenswege der Protagonisten aber könnten kaum unterschiedlicher sein: Während der Italiener Cesare Guru geworden ist, ernähren sich die symbiotischen Zwillinge Erica und Gillian aus Kapstadt vom Verkauf ihrer Goa-Party-Kleider. Der holländische Kunstmaler Robert lebt den Alltag mit seiner indischen Familie, die Belgierin Meera ist asketische Eremitin. Der Unsympathischste ist der Schweizer: Hanspeter aus dem Emmental raunzt seine indische Frau an, setzt sich verächtlich über Fasan-Jagd-Verbote hinweg, und wenn er Hindi spricht, glaubt man, er rede noch immer sein breites, dunkles Idiom aus Trub.

 

Mit leichter Hand verbinden die Filmemacher die fünf Geschichten thematisch-assoziativ, wobei sie die Porträtierten und vor allem auch die Bilder selbst sprechen lassen: Aufnahmen, für die sich dieser Film allein schon lohnt. Immer wieder weitet die Kamera ihren Blick und schweift durch die wilden Landschaften, Tempelbauten, das Getümmel auf den Strassen, auf den Märkten, verweilt auf Gesichtern und nimmt sich Zeit, Stimmungen und Gesten einzufangen: Cesare, nur Haut und Knochen, in Askesekleidung, mit einem riesigen Rasta-«Turban» auf dem Kopf, langsam in den Fluss tauchend, oder, eine köstliche Szene, die simultan quasselnden Zwillinge auf ihrem Sofa.

 

«Hippie Masala» urteilt und erklärt nicht. Es liegt an den Zuschauern, Träume als geplatzte zu erkennen und eklatante Widersprüche zwischen propagierter Lebensphilosophie und gelebter Alltagspraxis wahrzunehmen. So würden es manche nicht schaffen, wenn sie nicht immer noch von den Eltern unterstützt würden. Dass Aussteiger immer auch Lebenskünstler sind: Daran zu zweifeln, hat man nach diesem Film einigen Grund. Das ändert aber nichts am würzig duftenden Nachgeschmack.

(Bettina Spoerri NZZ)

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