Dokumentarfilm

Die Vierte Gewalt

Ein Film von Dieter Fahrer


Jetzt im KINO


Inhalt/Synopsis

Seit der Erfindung des Internets hat sich die Medienlandschaft grundsätzlich verändert: Nachrichten sind in unendlicher Fülle überall und jederzeit verfügbar – das Meiste erst noch gratis. Und weil immer weniger Leute gewillt sind, für Qualitätsjournalismus zu bezahlen, stehen die Redaktionen unter Druck: Stellenabbau und journalistischer Einheitsbrei sind nur zwei der gravierenden Folgen. Das Vertrauen in die Journalistinnen und Journalisten hat arg gelitten: «Lügenpresse», «Fake News», «Staatsmedien», «Filterblase» sind Wertungen und Phänomene, die den Journalismus unserer Tage erschüttern. Die Kritik am Journalismus hat gute Gründe, aber sie hat auch System, weil politisch und wirtschaftlich interessierte Kreise ihre Ziele in einem Klima der Verunsicherung noch besser durchsetzen können. Die Unabhängigkeit der Medien ist in Gefahr. Nicht nur in der Türkei oder in Polen, auch in der Schweiz.

Doch sind die heutigen Journalistinnen und Journalisten tatsächlich so schlecht wie ihr Ruf? In diesem Film begleiten wir sie im Alltag, sehen wie sie kämpfen, wie sie sich anpassen müssen, und der Regisseur tut das, was auch sie tun: Er beobachtet,  fragt und hinterfragt – auch sich selbst In diesem Film begleitet sie im Alltag, sieht wie sie kämpfen, wie sie sich anpassen müssen, und der Regisseur tut das, was auch sie tun: Er beobachtet und fragt, befragt und hinterfragt – auch sich selbst. 



Spezialanlässe

Datum Anlass Ort Kino Zeit

So

13.05.18

Spezialanlass mit Dieter Fahrer

Moderation: Nick Lüthi

Bern Museum für Kommunikation 13:00

Pressestimmen

Engagiert, subjektiv, sehenswert. Mehr... 

Raphael Amstutz, Bieler Tagblatt

 

Ein Requiem auf die Tageszeitung. Mehr... 

Guy Krneta, Journal B

 

Der Dokfilm zur Stunde: Dieter Fahrers «Die vierte Gewalt» holt die soziale Dimension des Journalismus zurück ins Bewusstsein. Mehr...

Kaspar Surfer, Die Wochenzeitung

 

Ein grandioses Gespür für seine Protagonisten. Mehr...

Regula Fuchs, Der Bund

 

Können diese Augen lügen? watson kommt ins Kino und rettet (vielleicht) die Medien. Mehr...

Simone Meier, Watson

 

Dieter Fahrers Film hat nicht nur eine Haltung, sondern auch die nötige Offenheit. Mehr...

Jean-Martin Büttner, Tages-Anzeiger

 

Die vierte Gewalt ist eine gelungene Momentaufnahme, die einordnet und – wo es nötig ist – kritisiert. Mehr...

Julian Gerber, Cineman.ch


Auszeichnungen

Nominiert Prix de Soleure 2018


Festivals

53. Solothurner Filmtage, Nominiert Prix de Soleure 2018


DVD Theaterstück IN FORMATION 


Downloads / Links

Pressebilder   ZIP (88 MB)
Poster   PDF
Booklet   PDF (20 MB)
E-Flyer   PDF
Schuldossier   PDF
   
Website   dieviertegewalt.ch
Facebook

Facts

Produktion. Balzli & Fahrer

Produktionsjahr: 2018

Dauer: 98 min

Suisa-Nr. 1012.384


Releases

Deutschschweiz

8. Februar 2018


Schulvorstellungen

Kinokultur in der Schule

Ruth Köppl, Heinz Urben

Untere Steingrubenstrasse 19

4500 Solothurn

Tel. 032 623 57 07

Mobile 077 419 32 94

info@kinokultur.ch

kinokultur.ch


Pressebetreuung

Filmbüro

Valerio Bonadei

Badenerstrasse 78

CH-8004 Zürich

 

Tel. +41 79 653 65 03

valerio@filmbuero.ch

www.filmbuero.ch


Filmstills

Booklet

Anmerkung des Autors

Im Altersheim verbringen meine betagten Eltern einen gemeinsamen Nachmittag. Mein Vater sieht nur noch verschwommen, doch er zeichnet und malt noch jeden Tag. Dazu liest meine Mutter aus der Tageszeitung DER BUND, die sie seit 60 Jahren abonniert haben.

Ich bin mit dem BUND aufgewachsen, Fernseher hatten wir keinen und das Radio lief nur selten. Die Zeitung jedoch, die war immer da, lange schon bevor ich lesen konnte. Sie gab mir die Sicherheit, dass das was geschah auch wirklich geschah, und was da geschrieben stand, das war die Wahrheit. Wie hätte es sonst auch gedruckt werden können? Später geriet dieser Glaube ins Wanken und alles wurde komplizierter...

Meine Schulzeit begann noch mit Schreibfeder und Tintenfässli, doch in weniger als 50 Jahren bin ich zum digitalen User avanciert. Informationen fluten auch mein Bewusstsein und schreiten mit mir fort. Das ist mein Fortschritt - selbst gewählt habe ich ihn nicht.

Noch riecht es nach Druckerschwärze und Güterwagen mit riesigen Papierrollen werden in den Zeitungs-Druckereien täglich entladen. Doch die gute alte Tageszeitung und der traditionelle Leser sind Auslaufmodelle, seit das Internet alle Lebensbereiche durchdringt: Es twittert und facebookt, es blogt, verlinkt, multimediat und leserreportert, dass einem lesen und sehen vergehen.

In diesem Film besuche ich meine Eltern, wo DER BUND noch immer zum Alltag gehört, als Fenster zur Welt, als Quelle von Wissen und als Wegweiser um sich in der immer komplexer werdenden Welt zu verorten.

Vom Altersheim aus führt mich die filmische Erkundung auf die BUND-Redaktion, wo man sich trotz schwindender Mittel, 

wegbrechender Werbe-Einnahmen, sinkender Abozahlen und rigider Verlagspolitik dem Qualitätsjournalismus verpflichtet fühlt. Auch beim Info-Flaggschiff von Radio SRF, dem ECHO DER ZEIT, ziehen dunkle Wolken am Horizont auf, denn die No-Billag-Initiative will die SRG SSR vernichten. Optimistischer sieht man die Zukunft beim rein werbefinanzierten Online-Portal WATSON. Hier setzt man - mit einem wilden Mix aus Information und Unterhaltung - auf die jungen mobilen User. Doch selbsttragend ist auch das modische Portal noch immer nicht. Sollen wir auf die REPUBLIK hoffen? Das Medien-Start-up geht Mitte Januar 2018 online, ist werbefrei und hat sich die Rettung des Journalismus auf die Fahne geschrieben.

 

 Auf der Entdeckungsreise zu den News-MacherInnen begleitet mich meine eigene Faszination für die Medien, denn als Filmemacher bin ja auch ich ein Medienschaffender. Ich staune über das Engagement der Journalistinnen und Journalisten, über ihre Leidenschaft für ihren Beruf - doch ich bin auch misstrauisch.

 Und manchmal, wenn ich mich im Informationsbasar der postmodernen Beliebigkeit zu verlieren drohe, gehe ich zu meinen Eltern ins Altersheim, nehme meinen Computer mit, und zeige ihnen, was ich auf den verschiedenen Redaktionen erlebt habe. "Schon verrückt, was man heute alles kann", sagt meine Mutter und legt ihre faltigen Hände in den Schoss.

 

Dieter Fahrer, im Dezember 2017


Die Vierte Gewalt - Definition

Vierte Gewalt, vierte Macht oder publikative Gewalt wird als informeller Ausdruck für die öffentlichen Medien (wie Presse, Radio und Fernsehen) verwendet.

Die Gewaltenteilung zwischen Legislative, Exekutive und Judikative, die eine wichtige Grundlage für jede Demokratie bildet, wird ergänzt durch die Medien, den Journalismus. Dieser besitzt zwar keine eigene Gewalt zur Änderung der Politik oder zur Ahndung von Machtmissbrauch, kann aber durch Berichterstattung und öffentliche Diskussion das politische Geschehen beeinflussen

Seine Aufgaben sind vielfältig: Journalismus soll über das aktuelle Geschehen berichten, sich dabei streng an die Fakten halten, seinem Publikum eine breite gesellschaftliche und politische Orientierung vermitteln, und so überhaupt erst ermöglichen, dass ein gesellschaftlicher Diskurs entsteht.

Der Wettbewerb der besten Argumente ist in einer direkten Demokratie von ganz besonderer Bedeutung, denn nur gut informierte Bürger und Bürgerinnen fällen auch gute Entscheide.    


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